In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne? Das Zitat von Hermann Hesse mag zwar auf viele Dinge im Leben zutreffen, doch im Gartenbereich bedeutet dies oft erst einmal „Altlasten“ wegzuschaffen und zu entsorgen.

Gerade für Privatpersonen, die nicht jeden Tag mit Entsorgung und Beseitigung von Bauschutt zu tun haben, wirft ein neues Projekt im Garten oft sehr viele Fragen auf.

  • Wie viel wird entsorgt?
  • Was muss entsorgt werden?
  • Wo entsorge ich fachgerecht?

Genau dafür sind WIR da und gehen dem ganzen in diesem Beitrag auf den Grund!

Wie viel wird entsorgt?

Die Formel dafür lautet schlicht:

Länge x Breite x Höhe = …. cbm (m³)

Eine Wand mit ca. 4 Metern Länge, 3 Metern Höhe und einer Schicht aus Putzen und Wandbelägen von 5 Zentimetern ergibt also 0,6 Kubikmeter Müll.

Um das Gewicht zu berechnen, nimmt man folgende Formel:

… cbm x 2,3 (Spezifisches Gewicht) = … to

Im Durchschnitt hat ein Kubikmeter Bauschutt, vornehmlich aus Betonsteinen, ein Gewicht von ca. 2,3 Tonnen. 0,6 Kubikmeter Bauschutt wiegen also durchschnittlich 1,38 Tonnen.

Ihr seht also, ein bisschen Mathe ist dafür nötig, aber das ganze selber durchzurechnen kann Euch Zeit, Geld und vor allem Nerven sparen. Denn vor Abriss könnt Ihr so die Mengen und Gewichte berechnen und somit auch die erforderliche Anzahl an Containern bestellen.

Was muss entsorgt werden?

Zunächst einmal müsst ihr Euch darüber klar werden, was ihr da eigentlich entsorgen wollt. Dabei unterscheidet man ganz grob zwischen Bauschutt und Baumischabfall.

Bauschutt ist generell recyclebar, und enthält feste Bestandteile wie z.B. Beton, Backsteine, Keramik, Ziegelsteine oder Sand.

Unter Baumischabfall fallen alle o.g. Materialien, denen aber noch Zusatzstoffe beigemengt sind wie z.B. Pappe, Kunststoff, Folie, Glas, Metall oder Kabel. Auch unbehandeltes Holz fällt in diese Kategorie, aber es muss wirklich zu 100% unbehandelt sein, sonst kann es vom Entsorgungshof evtl. nicht angenommen werden. Behandeltes Holz sollte daher fachgerecht über eine externe Firma entsorgt werden. Alte Bahnschwellen sind so ein Sonderfall und werden nicht überall ohne Probleme zur Entsorgung angenommen.

Prinzipiell gilt: Desto besser Ihr die Abfälle bei den Abrissarbeiten trennt, umso günstiger wird auch die Entsorgung, denn Baumischabfälle sind mit die teuerste Variante unter den Abfallkategorien!

Wo entsorge ich alles?

Neben den ersten beiden Punkten ist dieser Punkt noch fast der Wichtigste, denn leider gibt es immer noch Menschen die Ihren Müll einfach in der Natur entsorgen. Und nein damit meine ich nicht nur ihren Haushaltsmüll, was schon schlimm genug ist, sondern auch Bauschutt und Baumischabfall. Deswegen bitte alles fachgerecht entsorgen.

Solltet ihr die Entsorgung selbst in die Hand nehmen wollen, informiert ihr Euch am besten einmal vorab bei den Entsorgungsbetrieben eurer Stadt. Viele Informationen stehen dafür schon meist auf der Homepage des jeweiligen Betriebes, einiges lässt sich telefonisch erfragen.

Zudem gibt es die Möglichkeit die Entsorgung über eine Firma regeln zu lassen, die Euch auch direkt einen Container für die Entsorgung bereitstellt. Für eine große Menge Bauschutt kann sich das echt lohnen, jedoch sollten auch da einige Dinge beachtet werden.

Bauschutt Baucontainer meisterlich-gärtnern
Bauschutt richtig entsorgen:
Beispiel für einen Bauschuttcontainer, in diesem Fall mit 7 kubikmeter Fassungsvermögen

Für den Container benötigt ihr, sollte dieser auf öffentlichem Grund und nicht auf Eurem Grundstück stehen, eine Genehmigung. Diese könnt ihr Euch aber problemlos bei eurer Stadt einholen. Ein weiterer Punkt der dabei zu beachten ist und den man durchaus in Erwägung ziehen sollte, ist einen wiederverschliessbaren Container zu mieten. Gerade Container die offen zugänglich an der Strasse stehen, werden gerne mal zum „Mülleimer für Jedermann“. Dies vermeidet auch wieder unnötigen und vor allem unvorhersehbare Ärger und Kosten. Denn was nützt Euch die beste Planung wenn Lieschen Müller ihren Ramsch von der letzten Aufräumaktion in eurem Container entsorgt?

„Perfekt, ich lasse alles über eine Firma entsorgen und brauche mir keine Gedanken mehr machen“ Leider ist dies nicht ganz der Fall. Auch unter Entsorgungsfirmen gibt es schwarze Schafe. Deswegen ganz wichtig.

Lasst Euch bei Abholung des Containers die Entsorgungspapiere geben!!!

Nur so könnt ihr nicht belangt werden, falls die Firma nicht den Entsorgungshof, sondern den Wald in der Nachbarschaft benutzt.

Die Kosten für eine Entsorgung durch eine Firma oder in Eigenregie richten sich je nach Deponie und sind von Region zu Region unterschiedlich.

Was heisst das jetzt konkret für uns im Garten?

Näheres im noch folgenden Blockbeitrag „ Gartenabfälle“

Ihr habt alles entsorgt und Eure „Gartenleinwand“ ist nun weiss und bereit zur Neugestaltung? Dann lasst den Zauber beginnen und holt Euch gerne Anregungen dazu hier auf unserer Seite oder auf unsere Instagramseite!

Denn In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!

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Kategorien: Allgemein

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