Bienenfreundlichkeit auf der IPM

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Lang ist es mittlerweile her. 2009 war ich das letzte mal auf der IPM. Die Internationale Pflanzenmesse. Damals noch Galabau-Azubi, und leider auch noch nicht so pflanzenverrückt wie heute. Mittlerweile Gartenblogger und Meister im Garten und Landschaftsbau. So wurde es dieses Jahr mal wieder Zeit zu schauen, was die Kollegen im Gartenbau weltweit so treiben. Wir haben es ja noch nicht einmal weit. Nur geschätzte 900m Luftlinie trennen unsere Wohnung von den Messehallen in Essen.

Ich kann Euch eins sagen: Der Besuch hat sich in vieler Form gelohnt. Und warum wir dort jede Menge Bienen sehen durften, dass erfahrt ihr gleich.

Die Grüne Branche wächst

Nicht nur gefühlt geht es in Sachen Garten, Natur und Tier mächtig bergauf. Nach Angaben des ZVG ( Zentralverband Gartenbau) gaben die Deutschen alleine für Pflanzen ca. 8,9 Milliarden Euro aus. Das ist ein Mehrumsatz von 2,7 Prozent zum Vorjahr.¹ Dabei sind noch noch nicht die Umsätze aus anderen Bereichen dieses Themenbereichs enthalten, wie z.b die professionelle Gestaltung neuer Gärten durch den Garten und Landschaftsbau.

Dem Klimawandel positiv entgegensehen

Die oben genannte Steigerung ist ja auch einer der logischen Konsequenzen und Maßnahmen, den neuen Anforderungen unserer Zeit eine Antwort zu bieten. Mehr Grünflächen und Vegetation, z.b. in Form von mehr Bäumen oder Dachbegrünung, sind effektive Wege zur Besserung in Sachen Klimawandel und schrumpfender Biodiversität. So profitieren nicht nur wir Menschen von einer kühleren Umgebungstemperatur. Auch unsere Tierwelt freut sich über das schöne Grün. Natürlich  gibt es hier Unterschiede in der Eignung. Ein paar wertvolle Tipps haben wir in einigen der Blogbeiträge für Euch zusammengestellt. Der Beitrag , Unsere Top 10 Pflanzen für Vögel, ist nur ein Beispiel dafür.

Um den Trockenphasen nicht hilflos ausgeliefert zu sein, gibt es immer mehr Hilfsmittel. Wie den Treebag. Dieser Sack wird mittels Reißverschluss um den Stamm eines Baumes gelegt. Die benötigte Wassergabe wird in den Treebag gegossen und kann durch die feinen Löcher auf der Unterseite ganz langsam versickern. Dadurch wird fast die komplette Menge des Wassers vom Wurzelraum aufgenommen. Beim herkömmlichen Wässern kann der trockene Boden das Wasser nicht so schnell aufnehmen, wie es mit einem Schlauch oder Eimer bereitgestellt wird. Ein Großteil schwämmt ohne sehr großen Gießrand einfach weg und kommt nicht am Wurzelballen an. Hier kann der Treebag wirklich helfen.Bewässerung, Treebag, Giessen, Wässern, Wasser sparen, Garten, Natur, Tier, Meisterlich-Gärtnern

*Hier findet Ihr genauere Infos zu dem Bewässerungssystem

An diesem Beispiel sieht man wieder, dass der Erfindungsreichtum eine der stärksten Waffen ist, sich an den Klimawandel anzupassen.

Auch das Thema NACHHALTIGKEIT wurde dieses Jahr groß geschrieben

Damit auch unsere Ur,ur,ur,urenkel noch etwas von dieser schönen Welt haben werden, spielt Nachhaltigkeit besonders in der grünen Branche eine große Rolle. Außer an Qualität, wird gespart wo es nur geht. Hier gibt es viele Wege. Vor allem energiesparende Maßnahmen sind hier ein wirksames Mittel, um nur soviel Ressourcen zu entnehmen, wie auch in kurzer Zeit wieder erneuert werden. Denn das ist ja der Grundgedanke der Nachhaltigkeit. Auch wenn dieser Begriff heutzutage für alle möglichen Werbekampagnen missbraucht wird, ohne nur im geringsten der eigentlichen Bedeutung gerecht zu werden.

Kunstoffreduzierung in der Verpackung oder energiesparende Herstellung sind nur einige der Mittel, wie viele Produzenten die Zeichen der Zeit erkannt haben. Besonders die Plastikvermüllung ist in aller Munde. Hier kommen Mehrwegsysteme (z.B. bei Pflanztöpfen) oder nachwachsende Rohstoffe ins Spiel. Wenn unser Ölverbrauch genauso gering wäre, wie die Menge die sich natürlich erneuert, wäre selbst Plastik nachhaltig. Das ist aber leider noch ein Wunschgedanke.

Insektenfreundlichkeit: Was machen die ganzen Bienen in den Messehallen?

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Nun kommen wir auch zu den anfangs erwähnten Bienen. Neben den vorher genannten Aspekten der Nachhaltigkeit und Klimawandels, standen vor allem die insektenfreundlichen Pflanzen im Fokus. An sehr vielen Messeständen konnte man von bienen-, bzw. insektenfreundlichen Pflanzen lesen. Wie ich persönlich finde, eine sehr gute Entwicklung. Zwar sind die Hauptprobleme nicht in unseren Gärten zu finden. Jedoch ist dies ein Teil, den jeder Einzelne von uns aktiv steuern kann. So schwappt dieser Gedanke auch auf das öffentliche Grün über, bis hin zur Landwirtschaft und allen anderen Bereichen unseres Handelns.

Ungefüllte, natürliche Wuchsformen der Blüten, halten immer mehr Einzug in unsere Gärten (siehe Bild unten rechts). Ob dies schön aussieht ist erstmal zweitrangig. Denn ökologisch gesehen sind diese Blüten den gefüllten, züchterisch veränderten, weit überlegen. Hier kommen auch die Insekten noch auf Ihre Kosten. Dadurch bekommen auch insektenfressende Tiere, wie z.b. das schöne Rotkehlchen, mehr zu fressen und können sich leichter ausbreiten. So wird unsere Umgebung wieder lebendiger.

Und eins unserer Hauptmottos lautet ja: Nur ein lebendiger Garten, ist ein wirklich schöner Garten

Fazit

Nicht nur für das Treffen von tollen Fachkollegen hat sich der Besuch gelohnt. Wir konnten wieder einige neue Eindrücke sammeln und sind erstaunt, wie Umsatzstark unsere Branche doch ist. Besonders die Entwicklungen in den Bereichen des Naturschutzes lassen mich mit einem guten Gewissen in die Zukunft gehen. Ob Klimawandel oder Artenreichtum. Mit Anpassung und Erfindungsreichtum brauchen wir in keine Panik zu verfallen. Denn diese ist, wie jeder eigentlich weiß, kontraproduktiv und schädlich. Eigenes Handeln und bewusste Kaufentscheidungen, statt Pflichten einfach abgeben. So klappt´s auch mit dem Nachbarn 🙂

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¹= Informationen aus dem Abschlussbericht der IPM

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