Buchrezension „Tomatenlust“ von Ute Studer

Das Buch „*Tomatenlust“ von Ute Studer (Werbung, Buch wurde uns freundlicherweise vom Hauptverlag zur Rezension bereitgestellt) könnte man auch „Tomatensucht“ nennen. Wäre diese Sucht nicht bei mir, dank dem Bloggertreffen von Kiepenkerl in 2019, schon längst entfacht gewesen, sie wäre es spätestens nachdem ich dieses Buch gelesen habe.

Ein Buch über Tomaten denken jetzt vielleicht manche, ist das nicht total langweilig? Natürlich, für jemanden der mit dem Thema Garten absolut nichts zu tun hat, dem kann ich das Buch nicht empfehlen.

Für alle Garten- und Tomatenverrückten wie mich: Lest dieses Buch!

Schon beim Vorwort hatte ich das Bedürfnis in eine leckere, saftige Tomate zu beißen (hierbei spreche weder ich noch Frau Studer von den „interessanten“ Tomaten, die wir so im Supermarkt angepriesen bekommen). Denn wer einmal Tomaten aus dem eigenen Garten gegessen hat, so wie ich ab einem Alter von 12 Jahren aus dem Garten meiner Mutter, der weiß es liegt ein himmelweiter Unterschied zwischen den Supermarkttomaten und den eigenen.

Doch wie bekommt man die absolut leckersten und erstaunlichsten Tomaten?

Was ist das Geheimnis?

Aber vor allem wie machen es andere?

Dem ganzen geht Ute Studer auf perfekt gegliederte Art und Weise auf den Grund (ich liebe gut strukturierte Sachbücher, wie hier in 3 Abschnitte).

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Zunächst einmal wird auf die Geschichte der Tomate eingegangen und vor allem wie sie den Weg zu uns gefunden hat. Für mich als relativer Gartenneuling war es eine absolute Überraschung, dass die Tomate früher eher als Zierpflanze galt und als giftig gehandelt wurde. Warum wir heute überhaupt wissen, dass wir diese essen können? Das verdanken wir ein paar mutigen Männern…

Das heutige Leben der Tomate wird natürlich auch beleuchtet. Vor allem wie die Industrie heutzutage versucht uns ein A für ein B vor zumachen. Da werden dann mal eben Ochsenherztomaten für teures Geld verkauft, die mit diese Sorte eigentlich so gar nichts gemeinsam haben. Oder wusstet ihr z.B.  wie viel italienische Tomate in „Dosentomaten aus Italien“ steckt? Nein? Dann lest es mal in diesem Buch nach. Ich habe nicht nur einmal mit dem Kopf geschüttelt.

Doch nun zu dem, für mich interessantesten Teil, worum sich das Buch hauptsächlich dreht:

Die Pioniere der Tomaten!

Ute Studers Reise zu den verschiedensten Pionieren zieht sich von Deutschland, über Österreich bis z.B. Kroatien. Gerade das machte es für mich doppelt spannend, da wir ja regelmäßig in diesen Ländern Urlaub machen.

Den Anfang macht hierbei Trudi Borsos. Schon ihr Foto allein macht diese Dame unheimlich sympathisch und ich wünschte ich könnte mit ihr durch den Garten laufen und mir das Gelesene persönlich anhören.

Dabei lernt man auch den „Tomatenprinz“ und sein Schloss in Frankreich kennen. Zu gerne hätte ich es mir dieses Jahr angeschaut, wenn unser Frankreichurlaub nicht dank kleiner Viren ins Wasser gefallen wäre. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Jeder der Pioniere hat seine ganz eigene, faszinierende Anbauweise und gibt jede Menge Tipps & Tricks rund ums Thema Tomaten. Zum Schluss eines jeden Kapitels sieht man noch eine wunderbar bebilderte Galerie der Tomatenfavoriten eines jeden Pioniers (ich sage Euch, meine Saatgut Wunschliste ist mit jedem Kapitel gewachsen) oder es werden, wenn vorhanden die Saatgut oder Internetseiten verlinkt.

Denn wir reden hier nicht die ganze Zeit über von Tomaten, dessen Saatgut man mal eben im Gartencenter bekommt. Teilweise sind es Tomatensorten, die schon Jahrzehnte von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Natürlich kann man nicht Alles umsetzen, hierbei gilt wie so oft im Leben:

Selber ausprobieren, was für einen alleine Sinn macht.

Da wären wir dann auch bei Abschnitt 3 und dem persönlichen Teil der Autorin angelangt. Wie macht sie es mit ihren Tomaten? Auch dort konnte ich noch einiges lernen, was jetzt in meinem eigenen Garten umgesetzt wird.

Mein Fazit:

Auch wenn der Preis des Buches mit 39,90 € (*hier ganz einfach bei Amazon bestellen) im ersten Moment happig erscheint. Es ist wirklich eine Investition wert, allein schon wegen der wunderschönen Bilder.

Was ich daraus gelernt habe?

Meine Tomaten bekommen keine kalten Füße mehr…

Tricks für Ausgeizmuffel wie mich…

Wieso die Königsblüte ihren Kopf verliert…

Wie viel muss ich gießen…

und und und…

Ich könnte ewig so weiter machen.

Was das aber alles zu bedeuten hat müsst ihr schon selber lesen ;-).

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Welches Buch rund ums Thema Garten könnt ihr noch empfehlen? Oder ihr möchtet selber eins lesen und vorher eine objektive Meinung haben? Lasst es uns in den Kommentaren unten wissen.

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