Titelbild: Lindenblüten

Phänologischer Kalender: Hochsommer: Die Linde blüht, und die Johannisbeeren sind reif. Haupt-Erntezeit für das Getreide beginnt

  • Hortensien schneiden:

Die meisten Hortensien, vor allem die Bauernhortensie ( Hydrangea macrophylla), blühen am zweijährigen Holz. Das heißt, dass die Blüten (bzw. die Blütenknospen) aus diesem Jahr, schon im Vorjahr gebildet wurden. Wer also im Frühling auf die Idee kommt, der Bauern-Hortensie einen schönen Rückschnitt zu verpassen, braucht sich nicht wundern, wenn sie dieses Jahr nicht blüht. Daher ist der Juli ein guter Zeitpunkt, damit die Blütenknospen für nächstes Jahr noch genug Zeit haben, gut auszureifen.

Bei Rispen-Hortensien verhält es sich anders. Diese blühen am einjährigen Holz, dass heisst die Blüten für den Sommer werden erst im Frühjahr des gleichen Jahres gebildet. Hier kann, wie beim Sommerflieder, ein Rückschnitt im Frühjahr gemacht werden. Durch die regelmäßigen Schnittarbeiten bleiben die Pflanzen vital und blühfreudig.

  • Obstbäume stützen: 

Hat man bei den Obstbäumen alles richtig gemacht, werden die Äpfel und Birnen nun zahlreich an den Ästen hängen. Nur sollte man nun aufpassen, dass die Äste unter den immer schwerer werdenden Früchten nicht abreißen oder brechen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann an den Bruchstellen auch unnötige Eintrittsmöglichkeiten für Bakterien, Pilze und Viren bieten. Also geht man hin, und stützt die bruchgefährdeten Äste einfach ab. Hierfür eignen sich Stöcke, Seile, sogar Leitern. Jedoch immer darauf achten, dass nichts scheuern oder einschneiden kann.

  • Düngen: 

Der Juli ist nochmal ein guter Zeitpunkt, um den Pflanzen die benötigten Nährstoffe zu liefern. Vor allem der Rasen kann jetzt nochmal eine gute Portion Stickstoff vertragen. Denn wird zu spät im Jahr Stickstoff-betont gedüngt, kann es an den Pflanzen leichter zu Frostschäden kommen. Die Düngung treibt noch einmal das Wachstum voran. Jedoch brauchen die neuen Triebe bis zum Winter auch genug Zeit, um fest und widerstandsfähig genug gegen Frost zu werden. Würdet Ihr also im späten September noch Stickstoff-Dünger ausbringen, kommt es leichter zu Frostschäden. Ausnahme hierbei wäre eine Kalium-betonte Düngung. Kalium erhöht die allgemeine Widerstandsfähigkeit und den osmotischen Wert in den Pflanzen-Zellen, so wird der Wasserhaushalt positiv beeinflusst, was selbst bei Trockenzeiten im Sommer vorteilhaft ist. Wer sicher gehen möchte, dass er von keinem Nährstoff zuviel aufbringt, was noch viel schädlicher sein kann, lässt vorher eine Bodenanalyse machen. Z.b. unter diesem Link hier . Allgemein gilt bei einer Stickstoff-Düngung ( Abgekürzt mit dem Buchstaben N, für Nitrogenium), nie mehr als 5 Gramm reinen Stickstoff auf einmal ausbringen. Hat man z.B. einen 10-5-10 Dünger, was für 10 Gramm N, 5 Gramm P (Phosphor) und 10 Gramm K ( Kalium) steht, dürfen max. 50g des Düngers auf einmal pro Quadratmeter ausgebracht werden. Ansonsten droht eine Überdüngung, und die Pflanzen verbrennen.

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