Titelbild: Früchte der Rosskastanie

Phänologischer Kalender: Vollherbst – Spätherbst: Früchte der Rosskastanie und der Eiche sind reif, Laubfärbung aller sommergrünen Pflanzen.

Jetzt sind wir voll im Herbst angelangt. Die Tage sind kurz, die Temperaturen gehen langsam aber sicher in den Keller und das Wetter ist meist regnerisch. Nicht gerade beste Bedingungen, für alle die an der frischen Luft arbeiten wollen. Als kleine Schadensbegrenzung verwöhnt uns Mutter Natur mit einem manchmal geradezu spektakulären Anblick der Wald- und Gartenlandschaften. Pflanzen, wie z.B. der Korkspindelstrauch mit seiner roten Herbstfärbung, sehen jetzt besonders schön aus. Das Farbenspiel aus teilweise noch grünen Blättern, über Gelb, braun, bis hin zur Rotfärbung, macht diese Jahreszeit sehr interessant. Obwohl ich mich persönlich oft über das nass-kalte Wetter aufrege.

  • Laubhaufen:  

In einem ordentlichen Garten, vor allem auf den Rasenflächen, sollte das Laub immer entfernt werden. Das sieht nicht nur besser aus, sondern schützt auch vor Fäulnis. Jedoch könnt Ihr hier schon einiges für den Naturschutz tun. Statt alles Laub der städtischen Entsorgung zu überlassen, sammelt alles in einer Ecke auf einem schönen Laubhaufen. So schafft Ihr einen Super Unterschlupf für unsere Igelfreunde. Sollte die Ecke zu windig sein, deckt man den Haufen noch mit ein wenig Astwerk ab, oder anderen schweren Sachen. Sonst guckt der Igel beim nächsten Sturm evtl. blöd aus der Wäsche. Der ganze Aufwand wird sich nicht nur für die Leute lohnen, welche die Tiere gern im Garten sehen. Eine der Hauptspeisen unseres Stacheligen Freundes sind Schnecken. Statt also die chemische Keule auszupacken und teilweise gefährliches Schneckenkorn auszustreuen, kann man sich einfach auf den guten Appetit der kleinen Stacheltierchen verlassen. Noch Mehr Infos zu unserem schönen Gartenfreund findet Ihr auf pro-igel.deGarten Igel

 

 

 

 

  • Pflanzzeit: 

Der Herbst ist einer der besten Zeitpunkte zum Pflanzen. Da die Temperaturen schon deutlich kühler sind und die Sonne nicht mehr so lange scheint, verdunstet weitaus weniger Wasser auf den Pflanzen. Dennoch sind die Bodentemperaturen ausreichend, um ein ordentliches Wurzelwachstum bis zum Winter zu erreichen. Die größte Gefahr bei der Pflanzung liegt nämlich immer in der Verdunstung. Denn erst einmal müssen wieder genug Feinwurzeln gebildet werden. Kann die Pflanze über Ihre Wurzeln nicht mindestens genauso viel Wasser ziehen wie sie verdunstet, droht der unweigerliche Tod. Nur durch die millimetergroßen Verästelungen kann die Pflanze Wasser aufnehmen. Da beim Auspflanzen aus der Baumschule aber schon die meisten davon abgerissen wurden, braucht es nun ein wenig Zeit, bis sich wieder genug Feinwurzeln gebildet haben. Dies gilt vor allem für Wurzelnackte-Ware. Bei Ballen-Ware ist es nicht ganz so schlimm. Garnicht betroffen hiervon ist Container-Ware. Diese kann ganzjährig (außer bei Frost) gepflanzt werden, da ja nichts von den Feinwurzeln abgerissen wird.

 

  • Umpflanzen:

Das selbe wie oben beschrieben, gilt für das Umpflanzen von Bäumen oder Sträuchern, die an anderer Stelle im Garten wieder eingesetzt werden sollen. Jedoch verschärft sich hier die Gefahr meistens. Denn Baumschul-Ware wird durch mehrmaliges Umpflanzen (Verschulen genannt) zu einer vermehrten Produktion von Feinwurzeln angetrieben. Ein Baum, der jedoch schon 3 Jahre in unserem Garten stand, hat natürlich ein viel weitläufigeres Wurzelwerk, und somit werden beim Auspflanzen noch viel mehr der kleinen Wurzeln entfernt. Um dem Problem entgegen zu wirken, werden knapp 2/3 der Pflanze zurück geschnitten. So gibt es weniger Blätter und Äste, auf denen Wasser verdunsten könnte. Außerdem sinkt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Anwachsens, je älter das Objekt der Begierde ist. Als Faustregel gilt maximal 10 Jahre. Alles darüber hinaus ist selten von Erfolg gekrönt.Garten Spaten

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