Titelbild: Dahlienblüte, mit einem der Besten Schädlingsbekämpfer

Phänologischer Kalender: Frühherbst – Vollherbst: Früchte des Holunder und der Kastanie sind reif

So langsam geht das Gartenjahr vorrüber und die Tage sind jetzt auch wieder merklich kürzer geworden. Ende September sind die Zeiten vorbei, in denen man um 9 Uhr Abends, mal eben noch den letzten Weg fertig pflastern könnte. Und bei künstlichem Licht macht das echt keinen Spaß.

Dennoch kann dieser Monat, für manche der schönste im Ganzen Jahr werden. Mit ein bisschen Glück bekommen wir den so genannten Altweibersommer. Ein Wetterphänomen, welches uns über einen längeren Zeitraum mit einem konstanten Hochdruckgebiet verwöhnt, und das Verweilen und Arbeiten im Garten wieder richtig schön macht. Ausserdem zeigen sich jetzt viele Stauden, wie z.B. die Herbstastern, Sonnenhüte oder Chrysanthemen von Ihrer prachtvollsten Seite.

 

  • Rasen einsäen:

 Wer dieses Jahr noch einen sattgrünen Rasen haben möchte, der sollte Anfang bis Mitte September mit dem Aussäen fertig sein. Gras beginnt erst bei  4-5 °C mit dem Wachstum. Bis der Rasen jedoch vernünftig gewachsen ist, der Fachmann spricht hier von einer ausreichenden, projektiven Dichte, vergehen je nach Saatgut ca. 2 Monate. Wer ein paar Euro mehr für die Samen ausgibt, und Glück mit dem Wetter hat, kann auch schneller ein gutes Ergebnis haben. Jedoch dauert es so trotzdem bis ca. Mitte November, und wenn die Temperaturen in den Keller gehen, geht das Wachstum gleich mit.

  • Knollen überwintern: 

Dahlien, oder auch das indische Blumenrohr, kommen wie der Name zum Teil schon vermuten lässt, nicht aus unseren heimischen Gefilden. Daher müssen sie nach ( besser schon vor) dem ersten Frost überwintert werden. Denn wohnt man in der Eifel auf 400m Höhe ü.n.N., kann es Ende September schon ordentliche Nachtfröste geben.

Hierfür den oberirdischen Teil der Pflanzen bis auf wenige Zentimeter zurückschneiden und die Knollen von der Erde befreien. Der Überwinterungsplatz sollte kühl und trocken sein, daher ist der Keller am besten geeignet. Beim Ausgraben solltet Ihr darauf achten, die Knollen nicht zu beschädigen, denn die verletzten Stellen fangen leicht an zu faulen. Sollte doch mal was passieren, kann die Bruchstelle einfach mit Kohle desinfiziert werden. Zum Einlagern eignet sich eine Kiste, in der die Knollen leicht mit Sand eingepackt werden. Wenn die Pflanzen im Frühjahr (nach den Frösten) wieder eingesetzt werden,  können größere Exemplare direkt geteilt werden. Denn werden die Knollen zu wuchtig, kann leichter Fäule enstehen, oder die Blühwilligkeit geht zurück.

 

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